Profil
Qualitätstestierung

Die Kreisvolkshochschule Landkreis Harburg wurde am 20.02.2004 qualitätstestiert.
Nach einer 4jährigen Qualitätsentwicklungsphase erhielten
wir am 17.01.2008 die Retestierung.
In eigener Sache:
Wir haben die zurückliegenden 4 Jahre als sehr arbeitsintensiv, aber
auch als sehr effektiv und für unsere Einrichtung in allen Bereichen
weiterführend erlebt. Die Bereitschaft der Mitarbeiter/innen, sich in
den Prozess einzubringen, war sehr groß.
Unsere Entscheidung, die Qualitätsentwicklung nach LQW2 ab 2004 gezielt weiterzuentwickeln,
wurde von allen Beteiligten sehr positiv beurteilt. Ich bin sicher, dass auch diese
2. Zertifizierung nach LQW3 ein Gewinn für uns alle war – nicht nur durch die
Ergebnisse, die unseren Kundinnen und Kunden zugute kommen, und auch den Ruf unserer
Einrichtung mehr und mehr stärken, sondern auch, weil wir im Prozess erfahren haben,
dass wir gemeinsam sehr stark sind und viel erreichen können.
Welchen Nutzen haben wir als KVHS durch LQW?
LQW führt uns durch die Einführung eines kontinuierlichen Qualitätskreislaufes
und die Ausrichtung an strategischen Entwicklungszielen zu einer lernenden
Organisation.
- Die Leitbildentwicklung stärkt die Identität der Organisation und die
Identifikation der Beschäftigten.
Das heißt: Das Gefühl der Zusammengehörigkeit wird gefördert.
- Die Auseinandersetzung mit der Definition “gelungenen Lernens” bewirkt
eine Zunahme der pädagogischen Professionalität.
Das heißt: Unser pädagogisches Selbstverständnis wird vertieft
und verdeutlicht.
- Die Bildungsarbeit orientiert sich stärker an den Bedürfnissen der Lernenden.
Das heißt: Die Lernerfolge der Teilnehmenden werden verbessert.
- Die Evaluation führt zum Erkennen von Entwicklungspotenzialen und
neuen Chancen.
Das heißt: Innovationen und Veränderungen werden erleichtert.
- Die genaue Definition von Prozessen und Arbeitsabläufen strafft und
systematisiert die Ablauforganisation.
Das heißt: Die Arbeit geht reibungsloser; Doppelarbeit wird vermieden.
- Die Klärung und Definition von Schnittstellen und Verantwortlichkeiten in
der Organisation schafft Transparenz und erleichtert die Arbeit.
Das heißt: Alle wissen, wofür sie und wofür die Anderen zuständig sind.
- Der Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche systematisiert und
verbessert die Zusammenarbeit.
Das heißt: Das wechselseitige Verständnis für die Arbeit der
Anderen wächst.
- Durch eindeutige Ziele kann die Organisation sicher gesteuert werden.
Teilschritte der Zielerreichung können kontrolliert und Erfolge können
bewertet werden.
Das heißt: Eine bewusste Gestaltung der eigenen Zukunft wird möglich.
- Durch ein bewusstes Marketing der Qualität wird die Außendarstellung
der Organisation verbessert.
Das heißt: Die Anerkennung in der allgemeinen Öffentlichkeit steigt.
- Die Führung der Organisation orientiert sich an gemeinsamen Grundsätzen.
Das heißt: Entscheidungen sind für alle transparenter.
- Die Beteiligung der Beschäftigten an der Qualitätsentwicklung fördert
die Selbstreflexion und lässt die Wertigkeit der eigenen Arbeit erkennen.
Das heißt: Die Arbeitsmotivation wird gestärkt.
- Die gesamte Organisation richtet ihre Arbeit strukturell an den Interessen
ihrer Kunden aus.
Das heißt: Die Kundenzufriedenheit steigt.
In Niedersachsen ist die Testierung nach LQW vom Ministerium für
Wissenschaft und Kultur als den Anforderungen des Nds. Erwachsenenbildungsgesetzes
(NEBG) §10 entsprechend anerkannt. Andere Länder
erwägen vergleichbare Schritte.
Was ist das Besondere an LQW?
Bildung ist ein besonderes »Produkt«, denn man kann sie nicht verkaufen und
nicht kaufen.
Bilden kann sich jedes Individuum nur selbst!
Bildungsorganisationen können den Bildungsprozess allerdings durch ihre
Dienstleistungen maßgeblich unterstützen.
Für das Ergebnis des Bildungsprozesses, den Lernerfolg, sind aber die Lernenden
in einem besonderen Maße selbst verantwortlich; die Bildungsorganisationen
gestalten hierfür den Ermöglichungsraum.
Weil dies so ist, brauchen Bildungsorganisationen ein eigenes Qualitätsmanagement.
Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung ist
- das einzige aus der Weiterbildung für die Weiterbildung entwickelte
Qualitätsentwicklungsverfahren bei dem die Lernenden im Mittelpunkt stehen.
- ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem mit externer Testierung.
- eine Qualitätsgemeinschaft im Bildungsbereich.
Dieses umfassende Angebot für die Qualitätsentwicklungsarbeit ist einzigartig
im Weiterbildungsbereich.
Das Qualitätsentwicklungs- und Testierungsmodell
Das Verfahren der Qualitätsentwicklung und -testierung nach LQW
definiert konkrete Anforderungen in folgenden Qualitätsbereichen:
- Der Prozess der Qualitätsentwicklung startet mit einer internen Evaluation,
z.B. einer Stärken/Schwächen-Analyse.
- Nach der Erstellung des Leitbildes mit der organisationsspezifischen
Definition “gelungenen Lernens” erfolgt eine Planung und Durchführung
von erforderlichen Qualitätsentwicklungsmaßnahmen.
- Die Erfüllung der definierten Anforderungen in diesen verpflichtenden
Qualitätsbereichen muss in einem Selbstreport nachgewiesen werden.
- Der Selbstreport ist Gegenstand der externen Evaluation durch eigens im
LQW-Modell geschulte Gutachterinnen und Gutachter. Die Begutachtung
mündet in eine Visitation vor Ort.
- Wenn diese erfolgreich ist, endet der Qualitätskreislauf mit einem
Abschlussworkshop und der Aufstellung