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Lernverständnis in der Gesundheitsbildung an Volkshochschulen

Gesundheitsbildung gehört zum öffentlichen Bildungsauftrag und Bildungsanspruch der Volkshochschulen (VHSen). Sie umfasst ein großes Themenspektrum gesundheitsfördernder Angebote und Kurse, u.a.:

  • Wissen und Hilfen rund um die Gesundheit
  • Gesundheit am Arbeitsplatz, Gesundheit und Beruf
  • Entspannung nach westlichen und östlichen Methoden
  • Bewegung, Gymnastik und Tanz nach verschiedenen Methoden
  • Essen, Trinken und Ernährungsformen

Volkshochschulen verstehen Gesundheit (entsprechend der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO) im ganzheitlichen Sinne, als Zusammenspiel von körperlichem, seelischem, geistigem, ökologischem und sozialem Wohlbefinden.

Sie gehen davon aus,

  • dass Gesundheitsbewusstsein und - verhalten von Bildung, Lebensstil und sozialer Lage beeinflusst werden,
  • dass Menschen ein Leben lang lernfähig sind und ihre Gesundheit unabhängig von ihrem Alter jederzeit fördern können.
  • In den Lernangeboten der Gesundheitsbildung an VHSen werden die Sichtweisen, die individuellen Lebenserfahrungen und die Lernvoraussetzungen der Teilnehmer/innen, ggf. auch ihr physisches und psychisches Befinden, in die Lernprozesse einbezogen,
  • werden von den Kursleitungen bzw. Referent/innen Lernprozesse ermöglicht
    • in denen Kenntnisse über gesundheitsrelevantes bzw. gesundheits- und sozialpolitisches Wissen für den Alltag erworben werden,
    • in denen die kognitive Verarbeitung mit emotionalen, körperlichen und sozialen Erfahrungen verknüpft wird,
    • die dazu motivieren, die gewonnenen Erkenntnisse in gesundheitsbewusstes Handeln im Alltag umzusetzen,
    • in denen Kompetenzen erworben bzw. erweitert werden, wie die eigenen gesundheitlichen Ressourcen gestärkt werden können, um eigenverantwortlich mit Gesundheit und Krankheit umzugehen und gesundheitsbewusste Lebensweisen und gesundheitsfördernde Lebensverhältnisse zu gestalten.